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Vergessene Malerinnen

Anna von Schubert (1884–1964) und Gusti Knight-Stinnes (1912–1978 Garmisch-Partenkirchen)

26. Juni bis 8. November 2026

Ab 26. Juni widmet sich das Museum zwei Künstlerinnen, deren Werk einst international Anerkennung fand: Anna von Schubert und Gusti Knight-Stinnes. Schubert studierte in München und Paris, reiste mit ihrem Mann um die Welt und entwickelte eine Handschrift, die das Flüchtige und Skizzenhafte als künstlerisches Prinzip kultivierte. Knight-Stinnes begann als Bildhauerin, wandte sich jedoch in England der Malerei zu und erzeugte eine eigenständige, phantastisch-surrealistische Bildwelt, in der biografische Erfahrungen und innere Konflikte sichtbar werden. Beide Künstlerinnen galten ihrer Zeit als bemerkenswerte Stimmen, gerieten jedoch aus verschiedenen Gründen in Vergessenheit. Die Ausstellung hebt ihre Arbeiten erneut hervor und setzt ein Zeichen für eine differenzierte Sicht auf weibliche Kunstproduktion im 20. Jahrhundert.

Bild: Gusti Knight-Stinnes (1912-1978), Ohne Titel, Öl auf Malplatte, 1970

© Museum Werdenfels

 

Anna von Schubert (1884 Riga – 1964 München) studierte 1906/07 in etwa zeitgleich mit Gabriele Münter an der Damenakademie München Kunst. Anschließend folgten bis 1913 langjährige Studienaufenthalte an der Académie Matisse und an der Académie Vassilieff in Paris. Nach ihrer Heirat mit Paul von Schubert war ihr Leben bis 1950 durch mehrjährige Aufenthalte in Estland, Südafrika, Japan, China und den USA und eine damit einhergehende Rastlosigkeit geprägt. Ihre Gemälde spiegeln diese Aufenthalte in der ganzen Welt. 1934 hatte sie eine Ausstellung in der Galerie de Paris, 1947 und 1948 in der Niveau Gallery, N.Y.

Die Werke von Paul Cézanne haben Anna von Schuberts Kunstauffassung zutiefst beeinflusst. Daraus hat sie ihre eigene Handschrift entwickelt, in der sich das Leichte, Flüchtige, Skizzenhafte widerspiegelt, nicht zuletzt geprägt durch das schnelle Zeichnen und Malen auf ihren Reisen. Die Malerei und das Zeichnen waren dabei ein wichtiger Fixpunkt und stetiger Begleiter in ihrem Leben, das immer wieder durch soziale Ängste und Panikattacken bestimmt wurde. Von 1950 bis 1959 lebte sie mit ihrem Mann in Garmisch-Partenkirchen, hier ist sie auch begraben. 1962 waren 40 Gemälde und Aquarelle von ihr Teil einer Gruppenausstellung im Lenbachhaus München. 1963 waren ihre Werke im Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris in der VIIIe Exposition zu sehen: Le Club International Feminin. Section Alllemande.

Gusti Knight-Stinnes (1912 Mühlheim a.d. Ruhr – 1978 Garmisch-Partenkirchen) studierte Ende der 1920er Jahre Bildhauerei in Essen und München. Bereits 1930 konnte sie ihre erste Ausstellung im Folkwang-Museum in Essen realisieren. 1936 folgte die Hochzeit mit dem britischen Biologen Eric Knight und die Übersiedlung nach England mit ihrem Ehemann. Dort vollzog sie einen endgültigen Wechsel weg von der Bildhauerei hin zur phantastischen, surrealistischen Malerei. In ihren Gemälden verarbeitete sie den frühen Tod des Vaters der aus der Stinnes-Dynastie stammte und den traumatischen Tod der Mutter sowie die eigene ungewollte Kinderlosigkeit und ihre schwierige Ehe. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sie 1952 nach Deutschland in das frühere Jagdhaus der Familie in Garmisch-Partenkirchen zurück.

Ab 1948 folgten zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in London, z.B. in der Mayor Gallery, Trafford Gallery, Gallery Wildenstein oder der Leicester Gallery. Nach der Rückkehr nach Deutschland stellte sie dann vor allem in München aus u.a. im Lenbachhaus (1956), im Haus der Kunst (1972–74), in der Galerie Gurlitt (1970), der Galerie Schumacher (1961), oder der Galerie Eichinger (1974).

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