Öffnungszeiten: Geöffnet Icon Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen auch montags geöffnet.

Das Museum ist ab 19. Januar 2026 bis 12. Februar 2026 für den Ausstellungsumbau geschlossen.

Das Museum ist weitgehend barrierefrei,
mobile Rampen sind vorhanden.
Parken in der Tiefgarage 2 Std. kostenlos.

Ein Museum in Bewegung

Ein Museum in Bewegung

Das Museum
Inmitten der Historischen Ludwigstraße steht das 1747 erbaute Kaufmanns- und Handelshaus „Zum Schlamp“, das als einziges den großen Marktbrand von 1865 überstanden hat. Funde im Kellergewölbe verweisen auf eine Bebauung seit dem 12. Jahrhundert. Seit 1973 ist hier das 1895 begründete Museum Werdenfels untergebracht, nachdem die Sammlungen für einen 1925 errichteten Museumsbau zu umfangreich geworden waren.

Der Landkreis
Es ist eines der bedeutendsten kulturhistorischen Museen in Bayern und spiegelt die Geschichte und Kultur des Landkreises Garmisch-Partenkirchen wider. Dieser Landstrich wird seit über 6000 Jahren von Menschen durchquert und besiedelt, denn er stellt seit jeher eine wichtige Verbindung zwischen Norden und Süden dar. Aus vor- und frühgeschichtlichen Pfaden entwickelte sich die römische Heerstraße Via Raetia, die durch Partenkirchen und weiter durch das Ammertal führte. Seit dem Mittelalter florierte dann der Fernhandelsverkehr zwischen Venedig und Augsburg und in Richtung München, dabei wurden auch Waren aus dem Orient, Nordengland oder den Niederlanden durch die Grafschaft befördert. Durch die prosperierende Wirtschaft blühten Kunst und Gewerbe auf.

Das Gebäude
Das Museumsgebäude spiegelt diese Geschichte in seiner Architektur wie auch in den Ausstellungsobjekten wider: im Erdgeschoss wurden Räume mit hohen Gewölben für die Lagerung von großen Waren konstruiert, der gesamte Boden im Gang führt schräg nach hinten unten, damit Fässer leichter gerollt werden konnten. Große Schächte in Treppenhaus und Lichthof waren jeweils mit Flaschenzug ausgerüstet, so dass Güter auch in den oberen Stockwerken gelagert werden konnten. Die bürgerlichen und bäuerlichen Wohnwelten im zweiten und dritten Stock verweisen gleichermaßen auf den Handel, das Handwerk sowie auch auf die bäuerliche Struktur des Landkreises.

Die Ausstellungen
Ein Schwerpunkt der Dauerausstellung ist das 17., 18. und 19. Jahrhundert. Wie wohnte man damals? Wie zog man sich an? Wie arbeitete man? Wie gestaltete man sein Leben?
Es gibt viel zu entdecken: eine Schuhmacherwerkstatt von Anfang des 20. Jahrhunderts im riesigen Dachspeicher, Skulpturen von Ignaz Günther und modernen Bildhauern sowie Gemälde der Münchner Schule. Ein Highlight für groß und klein ist unsere Zugspitzausstellung mit einem Entdeckerheft für Gipfelstürmer, das das Bergsteigen und die Geschichte der Zugspitze näher bringt. Eine Michael-Ende-Ecke lädt zum verweilen ein. Im Kinoraum können Sie unter zahlreichen  Filmen wählen.

Das Museum versteht sich als lebendiges Museum in Bewegung – das kommt nicht nur in den Veranstaltungen und Sonderausstellungen zum Ausdruck, sondern in einer stetigen Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung und neuen Konzepten. Seien Sie neugierig! Wir freuen uns über einen Besuch.

 

 

 

Dachgeschoss        Schindelwerkstatt        Schusterwerkstatt

 Dachspeicher                                                                  Schindelwerkstatt                                                             Schuhmacherwerkstatt

 

Rauchkueche                            WerdBauernstube                       BuergSchlafz 1

 Rauchküche                                                                                         Bauernstube                                             Bürgeliches Schlafzimmer

 

              10494 Spurensucher 2                           10348 Kirchenlarve                       10839 2 Zitherspieler Defregger

               Hans Schwaighofer (1920-2000)                         Kirchenlarve                                                                 Franz von Defregger (1835-1921)     

               Der Spurensucher, 1992, Bronze                          Um 1685, Werdenfels                                                   Zitherspiel in der Stube, Öl auf Leinwand                                                                                                                      

 

 

 

 

 

 

Informationen

Rund um den Museumsbesuch
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Preise & Öffnungszeiten

Freuen Sie sich auf die neue Sonderausstellung? - Kunst der unterschiedlichen Empfindungen

Drei Maler und ihr Publikum in den 1950er und 1960er Jahren

Carl Ludwig Loreck (1898 – 1991), Rolf Cavael (1898 – 1979), Hans Otto Buchner (1909 – 1972)

11. Februar bis 7. Juni 2026

Die Ausstellung stellt in über 120 Werken drei Lebenswege und drei verschiedene Kunstauffassungen mit Fokus auf der Nachkriegszeit und den 1950er und 1960er Jahren vor. Das Werk und die Biographien von Carl Ludwig Loreck, Rolf Cavael und Hans-Otto Buchner laden gerade in ihrer Unterschiedlichkeit dazu ein, über Kunst, den Kunstbetrieb und auch über die Käufer und Rezipienten nachzudenken: Was erzählt Kunst über Zeit und Gesellschaft, wenn romantische Natur-Idylle, radikale Abstraktion und auch die Freiheit, sich gerade nicht auf einen Stil festzulegen, parallel ihr eigenes Publikum finden.

Denken über die Dinge – Kunst-Interventionen II

11. Februar bis 8. November 2026

Drei KünstlerInnen – die Keramikerin Stephanie Borchardt (Garmisch-Partenkirchen), der Gestalter und Schreinermeister Christoph Leuner (Garmisch-Partenkirchen) und der Maler und Poet Günter Nosch (Weilheim) – treten in einen spannenden Dialog mit der Sammlung des Museums. Dabei ist das gemeinsame Thema das Nachdenken über den Sinn und die Form von Objekten.

Günter Nosch nennt sein Projekt „Duden dichten“. Dafür werden rund 50 Exponate der Sammlung, die ständig ausgestellt sind, wortspielerisch neu betitelt und in der Kürze und Anmutung des Dudens scheinbar sinnvoll erklärt. Neben der Lust am Spiel ist das Ziel, unsere Sichtweise auf den Kopf zu stellen. Einzelne ausgewählte Werke auf Glas, Holz und Karton werden gleichzeitig in den Kontext der Sammlung gestellt. Christoph Leuners Skulptur-Gefäße – er selbst bezeichnet sie als Hohl-Körper - treten in Form und Funktion in Kommunikation mit der ständigen Sammlung. Es geht ihm um das Nachdenken über Volumen, Formen, Materialität, Bearbeitung und nicht zuletzt die Bedeutung von Objekten. Seit 35 Jahren lotet er die Grenzen zwischen Offensichtlichem und Verborgenen aus, das macht die Gegenüberstellung mit den historischen Objekten so spannend.

Die Keramikerin Stephanie Borchardt erweitert und spiegelt den historischen Bestand der Gebrauchsgefäße des Museums durch ihr Geschirr aus Steinzeug. Sie nimmt in ihren Arbeiten historische Formen und Handwerkstechniken auf, gestaltet aber gleichzeitig klar erkennbar, individuell und zeitgenössisch. Für diese Ausstellung entwickelte sie eine eigene Serie mit in Ton gebrannten fotografischen Elementen.

Die Interventionen irritieren die Sehgewohnheiten und eröffnen neue Assoziationen – sozusagen einen frischen Blick auf historische Objekte und ermöglichen so ein dialogisches Museumserlebnis über das gesamte Jahr.

Mehr Entdecken

Sonderausstellung Freuen Sie sich auf die neue Sonderausstellung? - Kunst der unterschiedlichen Empfindungen
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Kontakt

Museum Werdenfels
Ludwigstraße 47
82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel.: (08821) 751710
Fax: (08821) 7518719
info@museum-werdenfels.de

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag
10 - 17 Uhr

Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Museumsverein Werdenfels e. V.
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